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In den letzten Jahren hat eine globale Krisen die andere abgelöst. Erst die Welternährungskrise, gefolgt von der Finanzkrise und jetzt stand eine mögliche Seuche im Raum. Und dazwischen, immer wieder, der drohende Klimawandel. All diese Krisen sind realistische Bedrohungen, sind nicht übertrieben, das Problem ist aber, dass sie im öffentlichen Bewusstsein unabhängig nebeneinander stehen, dass wir somit eine Art Krisenhopping betreiben. Statt die Verbindungen zwischen den Krisen zu sehen, die ja alle nicht aus heiterem Himmel kommen, sondern darauf zurückgehen, dass ein paar Dinge in unserem Wirtschaftssystem grundlegend falsch sind. Nicht nachhaltig - um dieses sperrige Wort zu benutzen. Nachhaltigkeit – das Wort wird oft sehr einseitig auf den Klimaschutz bezogen. Doch, wie die Krisen des letzten Jahres zeigen – es geht um weitaus mehr als nur das Klima. Sie belegen, dass unsere Art zu wirtschaften langfristig erstens uneffektiv und zweitens unfair ist. Uneffektiv, weil sie enorme Kosten für die Weltgemeinschaft produziert: Die Finanzkrise geschätzte 3-4 Billionen Euro, der Klimawandel kostet laut Stern-report, wenn nicht gehandelt wird, zwischen 5 und 20% des Bruttoinlandsprodukts. Dann die Infektionskrankheiten: Die jährliche Grippewelle verursacht allein in den USA Kosten von 90 Milliarden Dollar – die Kosten entstehen dabei nicht nur durch die reine Behandlung, sondern auch etwa durch die krankheitsbedingten Arbeitsausfälle. So kann man sich leicht ausmalen, welche Kosten entstünden, wenn sich eines Tages eine gefährlichere Pandemie ausbreitet als jetzt bei der Mexiko-Grippe – vom menschlichen Leid ganz abgesehen.
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