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Zeitfenster (3): Südostanatolien-Projekt
Mitten im Land von soviel Ältestem im Westen weit jenseits des Euphrat die Kirchengrotte, wo die Apostel lehrten Fluchtwege durch den Berg führen und Kreuzfahrer-Mosaike ungeschützt zwischen Zement freiliegen den Schuhen der Pilger ausgesetzt sowie zwei Stapeln von roten und weißen Plastikschemeln.
Das Kloster ganz im Osten nicht weit vom Tigris wo der Erzbischof auf einer Mauer hockt und den Nachbarn draußen hinter den Mauern und Weinbergen misstraut während Mönch und Nonne Pistazien ernten und hallvoll syrisch singend lyrisch klingen.
Mitten im Land zwischen den Flüssen von denen einer schon mächtig gestaut Städte der Vergangenheit begräbt und sein Bruder zu ähnlichen Flutungen gezwungen werden soll.
Genau dazwischen auf diesem sanften Hügel unter blauestem Himmel
und viel älter als Grotte und Kloster zusammen das Tempelrund in der Ferne schimmern im diesigen Horizont die dazugehörigen Berge, an deren Hängen Saatgutjäger das letzte Einkorn vor der Verhäuslichung gesammelt haben (jetzt ein Weizen!)
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